Wow... was für ein Wochenende!
Am Freitag waren wir nochmal an der Uni... Tina und ich haben tatsächlich alleine hin gefunden und wurden dann erneut etwas herumgeführt( von einer kleinen Studentin die recht nervös und ohne Plan zu sein schien). War aber wieder sehr interessant. Dann sind wir wieder nach Hause, nun kannten wir ja den Weg sicher. ;)
Und kaum waren wir drinnen zog es sich rund herum richtig zu. Wir kuschelten uns auf die Couch und die Zeit verging wie im Flug, schon war Miguel von Arbeit zurück.
Und mit Miguel kam auch ein Sturm.. was für ein Wetterchen. Gott sei dank konnten wir trotzdem Abends noch raus. Es ging mit den anderen Austauschstudenten in eine Restaurant. Viele Deutsche, aber auch Franzosen und auch nette Mädels aus Schweiz, Peru, Dänemark, USA und Kanada. Sehr gemixt aber alles sehr nett und voller Motivation. War ein netter Abend.
Samstag dann trafen wir uns mit einer Deutschen und einer Schweizerin vom Vorabend und wollten den Turibus besteigen. Doch der kam und kam nicht. Also sind wir ganz spontan mit der Metro in die Stadt. Mensch, war das aufregend, aber wir haben doch alles richtig gemacht und kamen gesund am Zócarlo an, dem größten Platz Mexikos. Doch beieindruckt war ich dann irgendwie nicht. Es war alles sehr grau, der Smog hing über der Stadt, und die Häuser waren vielleicht sehr alt, aber deswegen leider nicht sehr schön. Und dann waren Masse an Menschen unterwegs. Überraschenderweise viele Mexikaner und fast keine Europäer. Wir drängten uns dann durch die Massen durch eine Art Einkaufsstraße.. dort hat jeder einfach seine Türen offen und verkauft vor der Haustür irgendwas.... Also dort kann man wirklich alles kaufen, total Irre. Viele haben sogar Boxen vor ihrem Laden und preisen durch ein Mikrofon ihre Ware an. Es war schrecklich heiß und das viele Geschrei und das Drängeln haben uns echt erschöpft, also haben wir uns durch eine weitere Gasse zurück gedrängelt und als wir Zócarlo waren haben wir uns erstmal ein schönes Plätzchen zum Mittag machen gesucht, über den Dächern der Stadt, man war das ein toller Blick.. ohne Smog hätten wir sogar die Berge um die Stadt sehen können. ;)
Wir hatten danach jedoch echt genug von dem Gedränge und sind wieder Heim gefahren. Dort haben wir uns noch etwas ausgeruht und abends wollten wir dann zu der "Haus-Party" bei einer anderen Austauschstudentin. Leider haben wir dank dem mexikanischen Nummernsystem an den Häusern knapp 1,5 Stunden nach ihrer Wohnung gesucht und hatten dann nur noch 1 Stunde dort. War trotzdem toll, denn sie hatte eine wahnsinns Aussicht von ihrer Dachterasse. Miguel hat uns sogar von dieser Party abgeholt und hat erklärt er habe für Sonntag einen Plan.
Also Sind wir dann am Sonntag mit ihm zu einer Befreundeten Familie gefahren. Die wohnen in einer Art Wohnsiedlung, mit Wärtern und einem Sicherheitstor vor dem Siedlungseingang. Dementsprechend luxeriös war auch ihr Haus. Und die ganze Familie war unglaublich nett. Es war das Haus der Eltern des Hochzeitspaares( Zur Erklärung: Eine Deutsche ist mit dem Sohn der Familie verheiratet und wir sind, mit Miguel natürlich, zur Hochzeit eingeladen) Jedenfalls war die ganze Familie da, Eltern des Bräutigams, das paar mit kleinem Sohn(wir haben uns sofort in ihn verliebt) und der 2. Sohn der Familie.
Diese waren so freundlich und haben uns auf eine Reise entführt, wir wusstennicht genau wo es hin ging, und dann haben wir es entdeckt.
Xochimilco!!!
Das ist ein Vorort von Mexico in dem sich künstlich angelegte Kanäle befinden. Darauf schippern unglaubliche viele sehr Bunte Boote, die wie in Venedig gondoliert werden und einem werden die verschiedenen Kanäle gezeigt und mancherorts skurrile Geschichten erklärt. Immerzu fahren Boote mit Mariachi-Bands an einem vorbei... diese singen und tanzen sogar auf ihren Bootchen bis es schaukelt. Manchmal binden sie sich an ein anderes Boot an und spielen den Leuten darauf für ein paar Pesos ein Ständchen. Es gibt natürlich auch Gondeln die Essen, Getränke, aber auch Süßwaren und vieles vieles mehr verkaufen. Es war einfach nur der Wahnsinn. Alles war so anders, aber irgendwie auf seine Art schön. :) Es hat uns wahnsinnig gut gefallen.
Nach diesem Ausflug ging es zurück zum Wohnsitz der Familie und von dort aus ins Restaurant essen. Wieder typisch mexikanisch und sehr lecker. Doch wer rastet der rostet. Deshalb sind wir dann mit Miguel und Rodrigo( dem 2. Sohn der Familie) zu ihrem Lieblingsort. Coyacán ist ein Künstlerviertel mit vielen schönen Bauwerken, sowie netten Bars und Cafés. Wir sind zunächst über einen Markt geschlendert. Wir hätten uns Stunden dort aufhalten können, von total schön bis total verrückt gab es alles zu sehen.
Tina und ich haben uns dann nur ein kleines Portemonnaies gekauft und den Wunsch geäußert ganz oft dort hin zu fahren.
Und nach einem Zwischenstopp in der Wohnsiedlung sind wir dann auch nach Hause gefahren(wurden, Gorge(keine Ahnung wie er geschrieben wird) ein sehr guter Freund von Miguel, und bald auch uns! ;) kam nämlich auch vorbei und hatte die Güte uns zu Hause abzusetzen)
Was für ein geiles Wochenende!!! Wir sind total begeistert und freuen uns schon riesig auf die Hochzeit! :)
ps: Hier einen Link zu meinem Fotoalbum:
https://picasaweb.google.com/118277261110173799238/Mexiko?authuser=0&authkey=Gv1sRgCO_d7dix_fDZjwE&feat=directlink
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